Archiv der Kategorie: Aufgeschmissen

wie das eben so ist

>Pause<

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„Du hast dich die letzten Monate doch sowieso schon so stiefmütterlich um ihn gekümmert. Warum das denn jetzt auch noch?,“ herrscht mich mein Schlechtes Gewissen an.

„Weil ich in den nächsten ein, zwei Wochen sehr wahrscheinlich keinen Computer oder Laptop zur Verfügung haben werde,“ versuche ich es zu beruhigen und gleichzeitig ganz sachlich zu erklären, weshalb es voraussichtlich in den nächsten ein, zwei Wochen noch ruhiger – oder anders gesagt – ganz still auf diesem Blog wird 😦

Wirklich nicht schön. Aber anders nicht möglich. *seufz*

Also nun: Pause.

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[P52-14] #4 – Ich bin…

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ich bin
…öfter mal ein Pechvogel.
Sei es der kaputte Autoschlüssel ein, zwei Tage nach Übernahme. Oder auf absolut unerklärlicherweise verschwundene Fotos, die im Rahmen meines Volontariats unbedingt für einen Zeitungsartikel herhalten sollten (nein, die Fotos sind nie wieder aufgetaucht). Ein geplatzter beruflicher Termin, weil die einzige Kreuzung weit und breit wegen eines Unfalls vollgesperrt war. Ein SuperComputerVirus, den ich versehentlich aktiviert und damit meinen und den Arbeitstag aller meiner Kollegen komplett lahm gelegt habe (von den Kosten mal ganz zu schweigen)…

Ach ja, da gäbe es noch so einiges mehr. Witziger- und unangenehmerweise zugleich passieren mir die blödesten Dinge allerdings immer am Anfang eines Arbeitsverhältnisses, der Ausbildung, eines Praktikums. Aber wenns löpt, dann löpts. Tröstlich, oder?

Alle anderen Wochenbeiträge zum Projekt 52 gibt’s hier:

[short stories] #1 Gute Vorsätze

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Was 2013 das Fotoprojekt „Color me happy“ war, ist 2014 „short stories“. Ebenfalls ein Mitmachprojekt von Bine und Andrea. Nur, dass dieses Jahr nicht die Fotos, sondern die Geschichten (zu monatlich vorgegebenen Themen im Vordergrund stehen). Meine erste gibts jetzt sofort. Alle anderen tummeln sich hier.

short stories #1

„Nein, nicht schon wieder. Ach komm, das klappt doch eh nicht. Dann können wir das ätzende Prozedere doch gleich überspringen.“ Noch gleicht das Betteln einer freundschaftlichen Aufforderung. Noch. Zugegeben, die ersten beiden Tage des neuen Jahres (vielleicht auch die ersten fünf) konnte er sich noch ganz gut durchsetzen mit seiner Faulenzer-ich-ess-am-liebsten-Pizza-Kuchen-Eis-Masche. Aber was sind schon fünf Gammeltage, wenn danach 360 Superdupertage folgen. Außerdem fing am 6. erst wieder die Schule und somit der richtige Alltag für mich als Mutter an.

Und wie ernst es mir dieses Jahr ist (natürlich genauso ernst wie all die letzten acht Jahre) bekam er direkt am Montag (dem sechsten Tag im neuen Jahr) zu spüren. Volle Kanne Sport, dazu eine volle Schüssel Obst. Sein Gejammer zwischen (versuchter) Liegestütze und Bizepstraining erspare ich euch an dieser Stelle. Dafür war er hinterher zu kaputt, um sich für die nächsten Tage über das in seinen Augen „viel zu gesunde Essen“ zu beschweren. Eine kleine dicke Belohnung (im wahrsten Sinne des Wortes) gabs dafür schon am ersten Wochenende – TORTE! …Lässt sich nichts machen, wenn man zum Geburtstag eingeladen wird (zum Glück).

Umso größer das Gezeter gestern früh. „Bitte, bitte nicht! Lass uns einfach zu Hause bleiben. Vielleicht auch Spazieren gehen. Aber auf keinen Fall zu dieser Schikaniererin. Der Wölfin im Schafspelz. Tut so nett und dann? Dann schikaniert sie uns, wo sie nur kann – und nennt das einfach Sport!!!“
Okay, der Montagssportkurs für Mamis, die ihre Babys mitbringen, ist tatsächlich der härteste von allen, die ich in dem Verein generell mache. Supernette Trainerin. Superhartes Workout. Der Muskelkater zieht meist für die nächsten drei Tage bei mir ein und es gibt so gut wie keine Übung, die ich zu 100 Prozent durchhalte, ohne zwischendurch minikurz abzusetzen, zu lösen, was auch immer. Aber das ist ja wohl kein Grund zum Nichthingehen!

Immer wieder muss man ihn antreiben, ermahnen, ermutigen, überreden. Es ist mitunter ganz schön anstrengend. Erst recht beim Einkaufen, wenn er in der Keks- und Schokoladenabteilung quengelt wie ein kleines Kind – doch was tut man nicht alles, um einem ganz bestimmtem Ziel näher zu kommen!?!
Wenn ihr euch nicht sicher seid, um welchen meiner Vorsätze es sich handelt – die Auflösung gibts hier unter Nummer 8.

Dabei sind sie gar nicht blond

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Schon von Weitem winken sie mir fröhlich zu. Vier oder fünf gut gelaunte Mädels in einer ruhigen Hamburger Seitenstraße. Mitte bis Ende Zwanzig. Sonntagnachmittag.

Keine Ahnung, warum sie mich anwinken. Ich muss aber aus parkplatztechnischen Gründen ohnehin an ihnen vorbei fahren. – Und anhalten. Zumindest geben sie mir entsprechende Handzeichen dazu.

„Haben Sie vielleicht ein Starterkabel?“, lautet kurzerhand der Anhaltegrund. Sorry, muss leider passen.

Die wenigen nächsten Autofahrer werden befragt und antworten mit selben Ergebnis. „Hat denn hier niemand ein Starterkabel“, beginnt bei einer der jungen Damen allmählich lautstark die Verzweiflung einzusetzen. Wer weiß wie lange sie schon hilflos am nicht anspringenden Auto stehen…

Allerdings lange genug, dass einer der vier oder fünf Mädels nun doch ein kleiner Geistesblitz ereilt:
„Vielleicht hab ICH ja ein Starterkabel?!“

Auf ungewöhnlich umständliche Art wühlt sie sich von der Rückbank in den Kofferraum. Erst auf der linken Seite, dann auf der rechten Seite. Die Rückbank lässt sich offenbar nicht einfach umklappen. Genauso wenig wie sich die Kofferraumtür öffnen lässt. Macht aber alles nix, denn „Ich hab ein Starterkabel!!!“, kreischt sie nach etwas Aufwand freudig hervor.

Und da sage nochmal jemand, Frauen wüssten sich nicht zu helfen!

Anmerkung: Trotz mehrmaligem Zwicken meinerseits hat sich dieses Ereignis als tatsächlich und nicht geträumt herausgestellt.

Wie? Auch noch lesen?

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Die Mundwinkel bis in die untersten Ecken gezogen. Die Arme mit imaginären Bleigewichten behangen – anders könnte ich mir diese extrem dem Boden hingezogenen Schultern nicht erklären. Die bis eben vorhandene gute Laune in die Wüste geschickt. Oder woanders hin. Auf jeden Fall in sehr, sehr weite Ferne. Für immer und ewig verdammt. Das sonst so fröhliche Lächeln wird wohl auch nie wieder das kindliche Gesicht zieren. Davon kann ausgegangen werden, blickt man sich den elfjährigen Nachwuchs so an – kein Zweifel.

Es ist auch schon dreist von den Erwachsenen. Weniger von den Lehrern. Die verordnen ihren Schützlingen dieser Tage mehr Spielstunden als Unterrichtseinheiten. Die Sommerferien klopfen bereits an der Tür, die schon erstellten Zeugnisnoten haben sie mit im Gepäck. Wozu noch lernen?

Umso erstaunlicher, dass es in Vorbereitung auf die anstehende Projektwoche Hausaufgaben aufgibt. Schon nahezu eine Frechheit sondergleichen! Nicht die Informationsbeschaffung via Internet über das selbst gewählte Projektthema. Sondern vielmehr, die Ansage elterlicherseits, dass beschaffte Informationen erstmal gelesen (und bestenfalls verinnerlicht) werden wollen. Kein Wunder, wenn da die Wuttränen rollen.

Tz tz tz. Eltern gibts…