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Herr Disziplin mal wieder

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Freitagabend. Gestern um genau zu sein. Junior trabt in die Küche, um Leckeres für den Fernsehabend zu finden und stellt mich anschließend in eben dieser Küche vor die Wahl:

Junior: „Du kannst dir aussuchen, was wir nehmen“, zeigt er auf Butterspekulatius und gefüllte Lebkuchenherzen.

ich (seufzend): „Oh Mann, morgen ist doch wieder mein Wiegetag. Ich will ja noch abnehmen und wenn ich jetzt noch so etwas esse…“

Ein sichtlich enttäuschter Junior, der mir allerdings mit Verständnis entgegnet: „Na gut, dann nicht.“

ich: „Wir können es ja so machen – du kannst was davon essen und ich nehm mir einfach einen Joghurt.“

Und während sich Junior schon überlegt, für welche vorweihnachtliche Köstlichkeit er sich entscheiden soll, gucke ich nochmal kurz auf die Kalorienangabe der Lebkuchenherzen. Sicher ist sicher. Vielleicht geht ja doch noch was. Entsetzt stelle ich fest, dass ein Joghurt wohl tatsächlich die bessere Wahl wäre und greife zur Kühlschranktür. Im selben Augenblick wandert mein Blick unerwartet nach oben. Auf den Kühlschrank. Direkt zu den drei Blechdosen. Blechdosen mit selbstgebackenen Keksen. Kekse, die nicht ohne Grund an schlecht erreichbarer Stelle platziert sind…

ich zu Junior: „Wir können natürlich auch die Kekse essen, die wir gebacken haben.“

Begeisterung auf beiden Seiten. Gestern Abend.

Und einen großen Rüffel von Frau Waage. Heute früh.

Toll gemacht, Herr Disziplin!

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Ich bin dann mal Appnehmen

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„Ich nehm dir das Ding wieder weg!“, schimpfte großer Schatz fast eine Woche lang. „Aber ich muss doch…“, begann ich mich zu rechtfertigen, „…mein Essen einloggen.“ … „Und gucken, wie viele Schritte ich schon gegangen bin.“ … „Meine Trainingseinheit eingeben.“ … „Und wichtige Informationen lesen.“

Seit zwei Wochen gibt es täglich einen Grund mehr zum Handy zu greifen als nur für kommunikative Zwecke. Ich habe (wieder) mit dem Abnehmen begonnen. Aber dieses Mal nehme ich nicht einfach so ab, ich nehme App. Mit einer App. Die Standardvariante kostenlos downloadbar. Für ein paar Euro (monatlich, jährlich oder einmalig) gibts ein paar Zusätze obendrauf. Aber der Reihe nach:

Noom Weight Loss heißt der virtuelle Coach, der Android- und iPhone-Nutzer gleichermaßen bei der Ernährungsumstellung begleitet – um nicht zu sagen, auf sanfte Weise in den Hintern tritt.
„Logge heute 3 Mahlzeiten“ oder „Erstelle einen Trainingsplan für die nächsten Wochen“. Mit diesen und anderen Aufgaben hält er mich also auf Trab. Dazwischen immer wieder Artikel wie „10 Tipps um 100 Kalorien zu sparen“ und und und. Die Belohnung gibt’s nicht nur von Frau Waage höchstpersönlich, sondern für jede erledigte Aufgabe per Punktezuschuss. Ja, richtig gelesen: Es werden Punkte gesammelt. Keine Goldmünzen wie bei Spielekonsolen. Wozu auch Goldmünzen? Simple Punkte reichen seltsamerweise völlig aus, um nicht nur von einem ins nächste Level zu gelangen, sondern auch, um sich richtig gut zu fühlen. Ausschuss des Glückshormons und so. Hilft sicherlich beim Abnehmen.

Glückshormone werden in dieser App übrigens auch ausgeschüttet, wenn das Mahlzeitendiagramm mittels Ampelsystem (rot, gelb, grün) die Mahlzeit, den Snack oder den gesamten Tag (essenstechnisch betrachtet) überwiegend als „grün“ (hervorragend) bezeichnet! Einfaches Prinzip. Klappt wunderbar. Bei mir.

„Du hast 4 Orangen verbrannt“, gratulierte mir der Coach nach einem ichHabVergessenWievieleKilometer langen und schnellen Spaziergang. Dem, der mit vier verbrannten Orangen nicht viel anfangen kann (verbranntes Obst schmeckt ja gar nicht), dem nennt der Coach sowohl verbrauchte Kalorien wie auch Schritte-Anzahl und zurückgelegte Kilometer. Schon aussagekräftiger, oder?

Als Trainingseinheiten stehen neben diversen Sportarten auch Putzen und Treppensteigen zur Auswahl. Zusätzlich gibt’s per Video-Tutorial alle paar Tage ein paar kleine, aber wirkungsvolle Übungen (ich glaube, das ist allerdings nur bei der kostenpflichtigen Variante so).

Für Nutzer, die ihr Handy ohnehin den ganzen Tag bei sich tragen, zählt der Schrittzähler fleißig mit – und erhöht auf Wunsch das täglich „geforderte“ Pensum je nachdem wie aktiv man war. Keine schlechte Idee. Wobei ich mein Schritteziel nur draußen erreiche, da das Handy (anders als vom großen Schatz vermutet) die meiste Zeit des Tages bewegungslos herumliegt. Aber nicht schlimm – Bewegung an der frischen Luft ist sowieso super.

Tja, die wichtigsten Dinge sind hoffentlich erwähnt. Sofern ich nicht vergesse mitzuteilen, dass es nicht um eine spezielle Diät an sich geht, sondern um langfristige Ernährungs- und Bewegungsumstellung. Alles ist erlaubt, man achte eben nur auf das Maß. Sehr vorbildlich.

Aaach, fast hätte ich es doch vergessen:
Es gibt noch ein tolles Forum (für alle Nutzer), in dem ein reger und in den meisten Fällen hilfreicher Austausch stattfindet. Das Team rund um die App lässt sich darüber auch direkt kontaktieren.
Kontakte zu Gleichgesinnten gibt’s übrigens auch in What’s App-Gruppen. Wer es mag. Ich mag und hab festgestellt, der Motivation in der Gruppe (einschließlich freiwillig festgelegten Wiegetag) tut das sehr gut.
In der Pro-Variante (kostenpflichtig) werden auf Wunsch auch kleine Gruppen zusammengeführt. Je nach Nutzerangabe spielen Alter, Geschlecht, Start- oder Zielgewicht und/oder Wohnort die ausschlaggebenen Faktoren.

So. Das sollte als Testbericht genügen.
Großer Schatz meckert übrigens mittlerweile seltener. Vielleicht liegt es daran, dass er sich dieselbe App installiert hat?! 😉

 

kleine Anmerkung der Fairnesshalber:
Für diesen Erfahrungsbericht habe ich eine einjährige Noom-Mitgliedschaft kostenlos erhalten. Das ist allerdings nicht der Grund, weshalb die Zeilen nur positiv ausfielen. Ich bin ganz ehrlich appsolut begeistert!

Zu finden ist die App übrigens an dieser Stelle.

nur Fettpölsterchen, mehr nicht

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„Der Schmerz sitzt genau da – ist auch etwas geschwollen, an beiden Füßen,“ erkläre ich zeigenderweise dem Arzt den Grund meines Besuchs. „Das glaube ich nicht, dass das geschwollen ist,“ entgegnet er mir sofort, während er sich eine viel bessere Stelle zum typischen Ärztedrücken sucht. AUAA! „Das sind nur kleine Fettpölsterchen,“ kommentiert er noch kurz meine Schwellungen.

WIE BITTE ??? Hat er eben ernsthaft gesagt, ich hätte Fettpölsterchen an meinen Fußinnenseiten? Gutgelaunt wandert er beschwingt zurück, zu seinem großen Schreibtisch und lässt mich – ohne mit der Wimper zuzucken – einfach schockgestarrt auf der Liege sitzen. Fettpölsterchen an den Füßen ?!?!?

Die Diagnose, die er mir während seiner kleinen Wanderschaft stellt, muss ich mir später selbst zusammenreimen. Viel mehr beschäftigen mich jetzt meine angeblich nicht existierenden Schwellungen. Ehrlich, bis letzte Woche, bevor mich die unglaublich starken Schmerzen heimgesucht haben, war da noch nix. MUSS also damit zusammenhängen!

Außerdem zählten bis eben Unterarme, Hinter-den-Ohren und Füße zu den (einzigen?!?) Stellen, die definitiv kein Gramm Fett zu viel aufweisen. Jawoll! Und nun? Nun ist von einer Sekunde auf die nächste mein halbes Selbstbildnis zerstört. Oder zumindest angekratzt…

Doch damit noch lange nicht genug. Zwar habe ich die Diagnose nicht wirklich mitbekommen. Da will ich doch wenigstens die Ursache wissen. Schließlich habe ich an den Tagen vor Schmerzausbruch nix Ungewöhnliches gemacht. Ein bisschen Sport. Workout. Aber anders als sonst, nur die softe Variante. Hab ich ihm auch so erzählt.
„Hmm,“ sagt er und macht mit seinem rechten Handgelenk komische Auf- und Abwärtsbewegungen. „Das kommt, wenn man die Füße ganz oft von der Ferse her abrollt.“

Ach, na sowas, denke ich mir und berichte ihm, dass das tatsächlich eine der Übungen war, die ich einen Tag vor Schmerzbeginn beim so genannten „Soft-Fitness“-Kurs mitgemacht habe. Dass die Teilnehmer – mit Ausnahme meiner Freundin und mir – alle (wiederhole: ALLE) ihren 65. Geburtstag schon mehr oder weniger lange hinter sich hatten, lasse ich an dieser Stelle lieber unerwähnt. Stattdessen mache ich mich mal schnell auf die Suche nach einer Diät für Fußspeck…

Juhuu – er ist weg und doch wieder da

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„Hey, guck mal – der Stepper sieht genauso aus wie meiner!“, mache ich Sohnemann auf das schwarzweiße Sportgerät vor unserem Haus aufmerksam. Es befindet sich direkt auf dem inoffiziellen Tauschbasarplatz. Sprich: Es steht neben der Tür. Denn hier gilt:
Wer etwas nicht mehr braucht, spart sich den Flohmarkt-Aufwand und stellt es raus. Der Nächste oder spätestens der Übernächste freut sich und nimmts mit. Tolle Sache.

Dieses Mal also ein Stepper, der exakt aussieht wie meiner. Aber ich habe ja nun schon einen. Seit etwa anderthalb Jahren oder so. Gebraucht, aber wie neu. Maximal zweimal benutzt. Diesen brauch ich daher definitiv nicht. Auch wenn er noch sooo gut aussieht.
Doch plötzlich und unerwartet: „Mooooment mal,“ mahnt mich mein geschultes Adlerauge zur Wachsamkeit. Hinter dem Stepper steht so ein undefinierbares Holzdingens. Halb Regal, halb Kiste. Optisch äußerst merkwürdig. Derart merkwürdig, dass ich es vor geraumer Zeit mitgenommen hatte… für kreative Momente… (welche sich eben nur noch nicht ergeben haben).

Das würde allerdings nicht nur bedeuten, dass großer Schatz, wer auch sonst 😉 , nicht nur das Holzirgendwas rausgestellt, sondern auch meinen heißgeliebten – wenn auch unbenutzten – Stepper der Wohnung verwiesen hat.

Vorsorglich klemm ich mir das gut erhaltene Fitnessgerät unter den Arm, um ihm weiterhin unbegrenztes Aufenthaltsrecht in unseren vier Wänden zuzusichern. In der Wohnung angekommen, ist Schatzi so sehr dem Putzwahn verfallen, dass er mein kleines Mitbringsel überhaupt nicht bemerkt. Gut so. Schnell an den alten Platz damit. Der richtige Moment, um Schatzi zur Rede zu stellen wird schon noch kommen.

Es sollte nur ein paar Stunden dauern.

Begleitet vom großen Schatz komme ich dem hauseigenen Tauschbasar näher. Erneut von draußen.
„Oh guck mal – der Stepper ist schon weg!“, freut sich Schatzi enorm darüber, jemanden mit dem vermeintlich nicht mehr benötigten Gerät glücklich gemacht zu haben. Und er freut sich wirklich sehr. Mein Grinsen lässt sich nicht länger verbergen und genügt, um ihn über meine kleine Rückholaktion wortlos zu informieren.

„Den BRAUCH ich!“, setze ich sofort zur Verteidigung an. Immerhin weiß ich, welche Diskussion jetzt folgen wird… Daher muss ich den Satz gleich mehrfach wiederholen und so überzeugend wie nur irgendmöglich darstellen. Mimik, Gestik – alles muss sitzen!

Zugegeben, in anderthalb Jahren maximal zweimal benutzt (wenns hochkommt) ist nicht gerade die überzeugendste Quote. „Aber darum gehts ja auch gar nicht!“, mach ich ihm klar. “ Ich WILL ihn wirklich nutzen. Ganz ehrlich!“

Dazu könnte erwähnt werden, dass ich den Stepper schon zum zweiten Mal vorm endgültigen Rauswurf bewahre. Die unzähligen Androhungen das Stepperasyl fristlos aufzuheben nicht mitgerechnet.

Aber Schatzi ist glücklicherweise kein Unmensch. Allerletzte Chance für die Freundschaft zwischen Stepper und mir – jedoch mit knallharter Auflage.
„Du musst ihn JEDEN Tag benutzen! JEDEN TAG, SONST…!“

„Jajajajajaja – ich will auch!“, gelobe ich schnell Besserung, während meine Augen ihr schönstes Zwinkern und mein Mund sein glücklichstes Lächeln aufsetzen.

Fazit nach fünf Tagen:

Tag 1 – Besuch schaute vorbei

Tag 2 – habe ich mich geschlagene zehn Minuten mit Auf- und Abwärtstreten gequält (gequält triffts am besten, einschließlich zweier Beinahe-Abstürze)

Tag 3 – mit Schatzi auf Sofa gequatscht (wäre unhöflich dabei zu sporteln)

Tag 4 – von Arbeit ausgelaugt und überhaupt…

Tag 5 – mit übergroßem Angstgefühl nach Hause gekommen, in der Annahme Stepper könnte bereits ausgewiesen worden sein

Gestern Abend sind wir bei Tag 47 angelangt.
In meiner Bettlektüre (Thema: mehr Bewegung im Alltag) tauchte indirekter Weise ein Stepper auf. Naja, Treppenstufen sind eben so ähnlich, oder?!? Und ganz plötzlich fiel mir mein kleiner stiller, schwarzweißer Freund wieder ein. Ein Blick unter meinen Schreibtisch (als einigermaßen gesichertes Versteck) offenbarte Böses! Nicht da! In meinem Schrank? Nichts. In Schatzis Schrank? Nichts! Und er hat erst vor ein paar Tagen im Schlafzimmer für Ordnung gesorgt…

Kurz bevor ich wutentbrannt Schatzi für sein offenbar unbarmherziges Verhalten gegenüber hilflosem und zugleich hilfreichem Equipment zur Rede stellen wollte, wanderte mein immer noch suchender Blick auf den Schrank. Puuhh. Glück gehabt. Zwar ist Stepper damit für mich erstmal nicht so leicht erreichbar. Aber er ist noch da. Und heute Abend fang ich. Vielleicht auch morgen. Aber dann ganz bestimmt. Wirklich!

Gesundtag

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Gesundtag.

Genau. Richtig gelesen. Morgen ist es endlich wieder soweit. Unser persönlicher, ganz eigens initiierter und familiärer Gesundtag steht an. Auf Freiwilligenbasis versteht sich.

Aufgrund des gemeinsamen Wunsches von mir und großem Schatz, die Körpermasse-Reduktion anzukurbeln, gibts morgen Fitness zum Löffeln und Aufgabeln. Bezüglich des Relax-Wunsches, der schon während der letzten Woche und nicht erst wie der Gesundtag heute spontan gefasst wurde, bleibt die Sache mit dem Sport erst mal offen. Spontan eben.

Morgens Müsli mit Naturjoghurt. Mittags Reispfanne mit viel Gemüse, fleischlos. Selbstredend. Abends Salat. Und für zwischendurch Obst und Bewegung an frischer Luft!

Aber wie viel Gesund ist eigentlich gesund?

Es fängt schon damit an, dass Penny mir vernünftiges Müsli OHNE Schoko in seinem Angebot schlichtweg verwehrt hat! Frechheit. Nicht, dass ich Schoko nicht mag. Im Gegenteil. Ich liebe Schokolade. Und brauche in sehr, sehr regelmäßigen Abständen eine gewisse Ration des süßen Suchtmittels. Ich sag nur Zucker. Nun gut, morgen früh bekomme ich sie. Unerwünschter Weise.

Was ist mit Kaffee?

Den trinke ich ausschließlich mit Zucker und Milch. Soll ja schmecken. Sicher, am Gesundtag tendiert mein inzwischen Gesunde-Ernährungs-Gen eindeutig zu ungesüßtem Tee. Ob Kräuter oder Früchte bleibt meinem Geschmack überlassen. Immerhin.

Problematisch dabei ist nur, dass mich weder Kräuter- noch Früchtetee so wunderbar aus meiner morgendlichen Aufwachphase befreit wie es der selbst aufgesetzte Kaffee vermag. Sicher, schwarzer Tee soll bekanntlich ähnliche Wirkung erzielen. Mag ich aber nicht, weil schmeckt mir nicht. Und passt allein deswegen schon nicht ins Konzept des Relaxtages, der mit dem Gesundtag auf einer Ebene steht.

Also doch lieber Kaffee mit Zucker. Fürs Relaxen unabkömmlich. Würde sonst auch mit dem Plan der möglichst vielen Bewegung an frischer Luft und eventuell Sport in Konflikt geraten. Wie nämlich soll das denn funktionieren, wenn ich in halbwachem Zustand und gefühltem (!) Flodder-mäßigem Aussehen das Haus verlasse?

Vor eine fast noch größere Herausforderung stellt mich jedoch die überaus große Schüssel Pflaumen im Kühlschrank. Richtig. Ist in der Kategorie Obst – also gesund – gelistet. Dumm nur, dass ich dem kleinen und dem großen Schatz bereits vor Tagen das Versprechen gegeben habe, die blauen, weichen Obsteier in leckeren Kuchen zu verwandeln. Konnt ja keiner ahnen, dass plötzlich Herr Gesundtag an unserer Tür klingelt und um Einlass bittet.

Ob das Argument reicht, die große Menge Obst im Kuchen gleicht Kalorien und Fett der anderen Zutaten – unter anderem Schmand und Zucker – vollständig aus? Andererseits Müsli, Reis-Gemüse-Pfanne, Salat UND natürlich viel Bewegung an frischer Luft könnten das doch in gemeinschaftlicher Absicht – aufgrund fettreduzierter Eigenschaften – hinbekommen, oder nicht?

Außerdem, es gibt genug Gründe, die dafür sprechen, die Pflaumen morgen im Rahmen eines feierlichen süßen Schmauses in den ewigen Garten der Obstsorten zu verabschieden. Eine Woche alt, erste Anzeichen von Schrumpligkeit (Moment, sollte man zum Backen nicht eher feste Pflaumen nehmen???). Und extrem wichtig, dass am Familien-Relaxtag ein selbstgebackener Kuchen auf dem Nachmittags-Kaffee-Tisch zum Verzehr bereit steht. Der Gemütlichkeit wegen. Ach ja, apropos Nachmittags-Kaffee-Tisch. Das Mittelwort steht natürlich nicht ohne Bedeutung dort. Erneute Ration Kaffee mit Milch und Zucker. Ohne geht ja gaaar nicht. Wie ungemütlich sonst.

Und außerdem machen gesunde Sachen bekanntlich nicht unbedingt satt. Also, das frische Obst am Nachmittag ersetzen wir am besten gleich durch die im Kuchen verbackten Pflaumen. Damit der ein komplettes Blech füllende Kuchen nicht schlecht wird – könnt ja passieren – essen wir eher ein Stückchen mehr davon. Was aber eventuell auch daran liegen kööönte, dass wir bekennende Kuchenliebhaber sind. Aber dafür sind wir dann abends so satt, dass wir womöglich auf den Salat verzichten können. Spart Kalorien.

Oje, jetzt meldet mein Magen auch noch einen vorzeitigen Bedarf an erneuter Nahrungsaufnahme an. Hätte ich den Kuchen schon heute gebacken, wären bis auf den Kaffee-Konflikt sämtliche Probleme für morgen gelöst:

Der Kuchen wäre bis morgen früh so gut wie aufgefuttert. Sowohl kleiner und großer Schatz bräuchten sich mit der Versuchung nicht mehr herumzuplagen. Hab ich ja dann für die Beiden übernommen. Das würden sie sicher zu schätzen wissen.

Ich hingegen hätte so starke Bauchschmerzen, dass an Essen gar nicht zu denken wäre. Die Pflaumen sind von ihrem tristlosen und kalten Dasein im Kühlschrank befreit.

Alles wäre gut.

Fast alles. Aufs Relaxen müsst ich dann wohl verzichten. Und ob das dann gesund ist?