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Seltsames Knubbelgebilde

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ich: „Guck mal, was ich heute von der Frauenärztin mitgebracht habe. Erkennst du was?“

er (total aus dem Häuschen): „Oooaaah. Das ist ja… oooaaah… Das erkennt man ja richtig gut!“

ich erleichtert, dass zumindest ER auf Anhieb etwas sieht – im Gegensatz zu mir, als ich bei der Ärztin war

er: „Da nuckelt es gerade am Daumen. Und da – die kleine Knubbelnase.“

ich: „Nein, das nuckelt nicht am Daumen. Es hat die Hand zur Faust und die Faust ist hinter der Nase.“

er: „Quatsch. Guck doch: Da sind die beiden Augen, das ist die Nase und da nuckelt es.“

ich: „Das ist kein Auge, das ist der Mund! Und der ist eindeutig geschlossen.“

Um es kurz zu machen: Es hat ein ganzes Weilchen gedauert, bis sich großer Schatz überzeugen ließ und dann zum dritten Mal überglücklich und erstaunt zum begeisterten „Ooooaaaahh“ ansetzte.
Junior meinte übrigens ein eindeutiges großes Gähnen erkennen zu können.

3D-Ultraschallbilder eben. Seltsame Knubbelgebilde manchmal.

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Festliche Vorfreude

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„Zelebriert es! Macht es euch so schön wie es nur geht.“
Zugegeben beim ersten Hören konnte ich nur innerlich kopfschütteln, mich zu Schatzi drehen, meine Augenbrauen skeptisch hochziehen und minileise verächtlich schnauben. Pfff. „Zelebrieren“ hat sie gesagt. Später folgte noch so was wie „genießt es“ und selbst das Wort „Fest“ fiel. Auch sollten wir Frauen uns was Schönes zum Anziehen mitnehmen. Für das große Finale. „Für die Hochzeitsnacht zieht ihr ja auch nicht irgendwas an,“ so die Empfehlung.
Lieblingsmusik dürfe genauso wenig fehlen wie eine Kamera und ein Piccolo Sekt zum anschließenden Anstoßen.

Und sollten die Männer vergessen, was sie in der Situation zu tun (und zu lassen) haben, gibts für sie einen vollgepackten imaginären Rucksack und einen ausführlichen Spickzettel in realer Papierform dazu. Kann also nix schief gehen. Am großen Tag. Den Tag, den wir einfach nur feiern sollen. Von Anfang an und nicht erst hinterher. „Das ist schließlich der Tag, an dem euer Baby geboren wird!“, rief uns die Hebamme im Vorbereitungskurs mit ausgebreiteten Armen und voller Euphorie hervor. Voller ansteckender Euphorie. Derart ansteckend – sowohl an diesem wie auch an den folgenden Abenden – dass ich mir mittlerweile beim besten Willen nicht mehr vorstellen kann, dass eine Entbindung in irgendeiner Art und Weise unangenehm (und schmerzhaft) sein kann… trotz bereits selbst erlebter Entbindung von Junior.

…Im Gegenteil, das wird ein Fest, welches wir zelebrieren werden – und von mir aus, kanns losgehen 🙂

Danke Verena

Ist doch die Größe entscheidend?

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„Dafür ist er aber ganz schön klein.“ Es gibt genau EINE Personengruppe, die diesen Spruch fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. 😉
Aus lauter Rücksicht – und Wahrheitsempfinden natürlich – meidet frau diesen Satz für gewöhnlich und tauscht ihn gegen „Schatz, es kommt nicht auf die Größe an!“

Kommt es ja auch nicht. Trotzdem wird mir in den letzten Wochen von wirklich sehr vielen Frauen (und auch ein paar Männern) immer wieder gesagt:“Der ist aber ganz schön klein! Hätte niemals gedacht, dass es schon so bald soweit ist.“

Keine Ahnung, ob mein Babybauch tatsächlich unterdurchschnittlich klein ist, wobei mir die Ärztin ein größen- und gewichtstechnisch „absolut vorbildliches Baby“ bescheinigt hat. Ich hoffe nur, ich höre den so viel ausgesprochenen Satz auch nach der Geburt bald wieder… Das „klein“ darf dann übrigens gerne durch „flach“ ersetzt werden.

Nachholbedarf beim Mann?!?

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„Ich geb das nicht mehr her. Das ist MEINS!“

„Aber Schatz, das ist doch fürs Baby. Solange es noch nicht da ist, kannst du es ja haben. Und ab und zu an Sohnemann ausleihen. Aber danach…“

„NEIHEEEIIN! Dann muss das Baby ein anderes bekommen. Und Junior auch. Das hier behalte ich!“

Seit einigen Monaten schon versuche ich, großen Schatz allmählich darauf vorzubereiten, dass der Tag kommen wird, an dem er das flauschig-bequeme Stillkissen auch mal weiterreichen muss. Ein paar Wochen hat er ja noch.

Passt doch – nur nicht jetzt

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„Wie herrlich“, schoss es mir heute früh beim Blick aus dem Fenster durch den Kopf. Alles mit weißem Puder bedeckt. Die Wege, die Wiesen, die Autos. Dazu rieselten lautlos winzige Flöckchen im morgendlichen Dämmerlicht herab. Sah gut aus.
„Und VIER Tage frei obendrauf!“, erinnerte mich mein Gedächtnis freudestrahlend. Besser gehts doch gar nicht. Familienzeit. Schnee-Idylle. Die Festtage stehen vor der Tür. Alles perfekt!

… bis mir einfiel, dass es gar nicht die Weihnachtstage sind, um die es dieses Mal geht.