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wer suchet, der findet – oder auch mich

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So. Jetzt ist es mal so weit. Was sein muss, muss sein. Schon lange wundere ich mich – wie wohl jeder Blogger – über so manche Anfragen bei Suchmaschinen, die die Fragenden dann direkt zu meiner Seite führen (was wiederum sehr nett von den Maschinen ist, wenn auch häufig nachvollziehbar).

Seit Anfang an auf Platz 1 steht das „Böse Schneewittchen“ mit supergroßem Vorsprung. Mir war gar nicht bewusst, wie beliebt vermeintlich nette Märchenfiguren sind, wenn sie ihre Gesinnung ändern…

Etwas genauer hinschauen musste ich bei „Frauen haufenweise ausziehen“. Wann bitteschön habe ich denn mal so etwas fallengelassen? Also nicht die Hüllen, sondern dieses Thema??? Netterweise hat Herr Google mir schnell gezeigt, wer dafür verantwortlich ist: Der freche Achim hats mit einer kleinen Bemerkung zum Thema Shoppen tatsächlich auf die ersten beiden Google-Plätze geschafft. Hoffentlich hebt er nicht gleich ab, wenn ich ihm davon berichte 😉

Sehr interessieren würde mich auch der Hintergrund zur Suchanfrage „Goldener Ring im Rüssel einer“. Goldener Ring – da fällt mir sofort der Achim wieder ein, wie er lieber auf süße Leckereien setzt als seiner Pauline mal endlich DEN Ring anzustecken. Aber ein goldener Ring im Rüssel einer… einer was denn nur? Einer Elefantin oder wie? Also selbst wenn Achim irgendwann so weit sein sollte, die WDMH-Frage (Willst-du-mich-heiraten-Frage) über die Lippen zu bekommen, er wüsste schon, dass der goldene Ring keinesfalls in, sondern allenfalls an den Rüssel seiner Liebsten gehört. *tztztz*

Ebenfalls rätselhaft dieser Suchbegriff: “     „. Nein, kein Schreibfehler. Nur ein Wort, das mit gänzlich ohne Buchstaben auskommt… *Augenbrauenachobenzieh*

Mein absoluter Favorit ist aber – die Entscheidung ist gar nicht so leicht – folgender Suchbegriff:

Achtung – aufgepasst –

„mzuzmzm3mzqznjmxmzczndm2mzkznjq2mzy0ntmymzazmzmxmzm0mtmymzazndq1mzizmdmzmzuzmzmzndizmdmymzazmzm0mzmzndmynduzmzm0mzmzotmzmzizmjmwmzqzntmymzazmzmxmzmzmdqymzazmjmwmzmzmtmzmzmzmjq1mzmzmjmzmzgzmzm4mzizmdm1mzuzntm2mzi0ndm0ndmznjm5mzyzmzm2mzgznzm0 indianermethode“   (man beachte, dass das Wort sich seeehr weit zur rechten Seite ausdehnt)

Wurde gleich zweimal gesucht! Leider kann ich nicht sehen, auf welchen Artikel das verlinkt wurde. Und in diesem Fall wollte selbst der sonst so eifrige Herr Google mich nicht unterstützen. Das Wort sei ihm zu lang, ich solle es mit einem kürzeren Wort probieren. Ja, das hat er mir geraten. Kann ich gar nicht nachvollziehen…

So, ich mach mich jetzt erstmal auf die Suche. Nicht nach Wörtern. Nach Ordnung auf meinem Schreibtisch. Dummerweise verweist bislang noch keine Suchmaschine dazu auf meinen Blog…

Und weil es noch vielen anderen Bloggern so geht, lohnt ein Besuch bei LunaJu und ihrer Aktion 21:17 Dr. Schloen.

 

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„Mama, was ist ein Porno?“

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Muttern zu Vatern: „Guck mal, da wird grad ’n Porno gedreht!“

Tochter (ca. 4 Jahre) mischt sich ein: „Wo wird ein Porno gedreht?“

nochmal Tochter: „Mama, was ist ein Porno?“

Muttern (stark verlegen): „…äääh….äähm…nichts.“

Vatern zu Tochter: „Ein Pony meint die Mama. Da wird ein Pony gedreht!“

Tochter mit Antwort zufrieden: „Achso.“

Interessant wie Eltern inmitten Unmengen von Menschen solch peinliche Eltern-Kind-Dialoge meistern. Noch interessanter wäre es jedoch gewesen, wenn Tochter das gedrehte Pony hätte sehen wollen… Im Miniaturwunderland Hamburg. Oben leider nicht das Foto vom Pornodreh (der dort neben ein paar anderen jugendschutzwürdigen Darstellungen die Erwachsenen erheitert), dafür aber „ein Bett im Blumenfeld“. Und falls nochmal ein Kind Fragen dazu hat: Mit Blasen sind natürlich jene an den Füßen gemeint. Was denn auch sonst! Also wirklich…

Vom Wissen überrumpelt

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Schule bildet. Kein Zweifel. Zumal sie auch uns Eltern entlastet. Nicht die ganze Welt müssen wir unserem Nachwuchs selbst erklären. Stattdessen lassen wir uns vom Wissen überraschen, dass Junior mit nach Hause bringt.

Vor Kurzem bei einer Autofahrt über Land:

Junior: „Guck mal Mam, sind das Standardvögel?“

ich: „Standardvögel?“

Junior: „Oder Standvögel?“

ich: „???“

Junior: „Dann eben Stammvögel! Die, die im Winter hier bleiben. Hattest du etwa keine Schule??“

Standvögel – in der Grundschule gelernt. Im vorherigen Jahrhundert, ja gar Jahrtausend (!). Das Wort seitdem nie wieder benutzt. Da kann das schon mal passieren.
Aber, liebe Kinder, es ist wichtig, dass ihr zur Schule geht und euch die Dinge merkt, die euch dort beigebracht werden! (und zur Not hilft Herr Google auch mal schnell aus)

Alles neu macht das Kind

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Wenn schon immer mehr deutsche Wörter von der Gesellschaft ungeachtet den einsamen Tod sterben, müssen wenigstens ab und an Nachkömmlinge über unsere Lippen kommen dürfen.

Junior geht mit gutem Beispiel voran und präsentiert (natürlich ganz unbewusst):

„Klauungstour“ (klingt schon fast wie im Reisebüro buchbar)

sowie

„Hinterlaute“ (um den „Hintergrundgeräuschen“ ein adäquates Synonym zur Seite zustellen)