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wie schön – wie immer

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Morgens die Hektik im Badezimmer. Wie immer.

Dieses Extra-frühe-Aufstehen und dann doch genauso Spät-Loskommen. Wie immer.

Selbst die Leute in den Zügen, am Umsteigebahnhof. Die Selben wie immer.
Zum Glück gilt das auch für die Zeitungsverkäuferin 🙂

Der Weg von der S-Bahn zum Büro. Die schon emsig arbeitenden Leute auf dem Flughafenfrachthof. Wie immer.

Die Arbeitsabläufe. Die Kundentelefonate. Das Zeitungslesen in der Mittagspause.

So wehmütig ich auch bin, über das schnelle Ende der einjährigen Elternzeit *schniefheulheul*, so sehr freue ich mich aber auch darüber, wieder im Job bei meinen Kollegen zu sein.
Was absolut schön ist – Wie immer! 🙂

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Paket für den nicht vorhandenen Hund

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happy dogs Es klingelt an der Tür. Zweimal. Kann ja nur der Postbote sein. Juhuuu! Flugs eile ich zur Tür. So schnell hatte ich das Paket gar nicht erwartet. Jetzt kann ich endlich loslegen, die XXL-Spieldecke zu nähen.

Gut gelaunt kommt der Paketbote auf mich zu und meint: „Ist für den Hund.“
„Ja, genau,“ entgegne ich ihm ohne eigentlich zu hören, was er genau gesagt hat.

Anschließend hüpfe ich in die Küche auf der Suche nach einer Schere. Das Paket muss schnellstmöglich aufgemacht werden. Da ist doch das Volumenvlies für die Decke drin. `Moment mal`, schießt es mir plötzlich durch den Kopf. `Hat er gesagt, es ist für den Hund???` Wie kommt er denn da drauf? Wir haben doch noch nicht mal einen Hund. *kopfschüttel*

Er wird mir ja wohl nix Falsches geliefert haben!? In Sekundenschnelle stehe ich vor dem Paket im Flur und wundere mich über das unpassende Paketklebeband mit der Aufschrift „Happy dog“

Die Fragezeichen in meinem Kopf springen wild durcheinander und werden erst einigermaßen beruhigt, als ich auf den Absender schaue. Der stimmt. Und das (Fliegen-)Gewicht des Pakets passt auch zum erwarteten Inhalt. Ein schneller Blick ins Innere lässt mich aufatmen. Alles gut.  Happy End mit Happy dog. Auch wenn der gar nicht existiert.

Dabei sind sie gar nicht blond

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Schon von Weitem winken sie mir fröhlich zu. Vier oder fünf gut gelaunte Mädels in einer ruhigen Hamburger Seitenstraße. Mitte bis Ende Zwanzig. Sonntagnachmittag.

Keine Ahnung, warum sie mich anwinken. Ich muss aber aus parkplatztechnischen Gründen ohnehin an ihnen vorbei fahren. – Und anhalten. Zumindest geben sie mir entsprechende Handzeichen dazu.

„Haben Sie vielleicht ein Starterkabel?“, lautet kurzerhand der Anhaltegrund. Sorry, muss leider passen.

Die wenigen nächsten Autofahrer werden befragt und antworten mit selben Ergebnis. „Hat denn hier niemand ein Starterkabel“, beginnt bei einer der jungen Damen allmählich lautstark die Verzweiflung einzusetzen. Wer weiß wie lange sie schon hilflos am nicht anspringenden Auto stehen…

Allerdings lange genug, dass einer der vier oder fünf Mädels nun doch ein kleiner Geistesblitz ereilt:
„Vielleicht hab ICH ja ein Starterkabel?!“

Auf ungewöhnlich umständliche Art wühlt sie sich von der Rückbank in den Kofferraum. Erst auf der linken Seite, dann auf der rechten Seite. Die Rückbank lässt sich offenbar nicht einfach umklappen. Genauso wenig wie sich die Kofferraumtür öffnen lässt. Macht aber alles nix, denn „Ich hab ein Starterkabel!!!“, kreischt sie nach etwas Aufwand freudig hervor.

Und da sage nochmal jemand, Frauen wüssten sich nicht zu helfen!

Anmerkung: Trotz mehrmaligem Zwicken meinerseits hat sich dieses Ereignis als tatsächlich und nicht geträumt herausgestellt.

Kurzmitteilung

Großer Schatz: „Ich habe echt keine Lust mehr auf Frau XY und diesen Heckmeck!“

Nach kurzer Erläuterung zu Frau XYs Person bleibt für Junior nur noch eins zu klären:

„Und wer ist dieser Heckmeck?“

Ja, wer ist der denn überhaupt?

Piepen mit ohne „Haast“

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Piep.

Piep.

Piep.

Im gefühlten Zehn-Sekunden-Takt zieht die Kassiererin die Supermarktwaren über den Scanner. In der Warteschlange zeigt man sich geduldig. Eile ist für die junge Angestellte offenbar ein Fremdwort. Im tatsächlichen wie im übertragenen Sinne. Wenn schon, würde sie es „Haast“ nennen. Wobei sich „Haast“ gemäß Schreibweise noch nicht einmal schnell aussprechen lässt. Und auch mit der „Snelheid“ scheint sie nicht allzu dicke befreundet zu sein. Man könnte meinen, die  beiden sind Erzfeinde.
Aber das macht alles nix – wir sind im Urlaub. Viele hundert Kilometer von der deutschen Großstadthektik entfernt. Wir haben Zeit.

Zeit als Luxusgut. Eng verbunden mit Entschleunigung. Das haben wir so gewollt. So richtig bewusst auf Stress verzichten. Zur Ruhe kommen und so.
Da stört es mich – im Gegensatz zu großem Schatz – auch nicht, dass das WLan extrem „langzaam“ ist. Auch an die ungewohnt niedrigen Höchstgeschwindigkeiten auf den niederländischen Straßen lässt es sich irgendwie gewöhnen. Passt zu den unzähligen Äckern und Blumenfeldern, welche mit den Windrädern und dem Wasser so ziemlich die einzigen Hingucker sind während unserer Autofahrten im Nachbarland.

Dass es außerdem trotzdem Autofahrer gibt, die auf der Autobahn bei erlaubten 120 km/h ihre Tachonadel konsequent nicht weiter als bis zur 90er Markierung wandern lassen…
…das entschleunigt ungemein! Die haben das Prinzip verstanden.

Jetzt muss ich nur noch meinen Blutdruck davon überzeugen…